Geschichte des Reiches


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Die Gründung Thars


Am 21. April im Jahr des großen Drachen erschien ein Krieger nahe der sieben Hügel am Ufer des Tiber. Dort wachte ein Todesdrache auf den Hängen des Palatin, beschworen von verderbten etrullischen Nekromanten. Denn kein Mensch sollte seinen Fuß in die sumpfigen Niederungen setzen, da laut einer alten Prophezeiung eine dort gegründete Stadt das Ende der etrullischen Könige einläuten würde. Nach seinem Sieg über die Bestie gründete der Krieger die Siedlung, die einst die Herrin der Welt werden sollte, und gab ihr ihren
Namen: Thar.
Unter der weisen Herrschaft von Tharus entwickelte sich die Siedlung bald zur Anführerin aller freien Völker in ihrer Umgebung. Diese hatten lange Zeit unter der Willkürherrschaft der etrullischen Magier-Könige und ihrer ruchlosen nekromantischer Zirkel gelitten. In seinen Rat berief der junge König die Ältesten der Stämme zusammen und schuf somit den Senat von Thar. Zu Ehren des Schutzherrn der Stadt, dem Ewigen Drachen (Draco Aeternum), legte Tharus den Grundstein für einen Tempel an der Stelle auf dem Palatin, an der er die untote Abscheulichkeit erschlagen hatte. Seine eigene Burg errichtete er auf dem Hügel, der Capitol hieß.
Nachdem Tharus 36 Jahre lang weise und gütig über sein Volk geherrscht hatte und alt geworden war, erschien am letzten Tag des Jahres ein großer goldener Drache auf dem Forum. Demütig nahm der alternde Krieger den Ratschluss seines Gottes an und stieg bei Sonnenuntergang auf den Rücken des gewaltigen Reittieres. Mit gewaltigen Flügelschlägen erhob es sich in die Luft und entführte seinen Reiter aus dem Reich der Lebenden. Gleichzeitig mit ihm entschwanden auch alle Drachen vom Antlitz der Welt.


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Die Königszeit: Jahr 37 bis 243


Zwischen 37 und 243 herrschten insgesamt sechs weitere Könige in Thar. Unter dem Priesterkönig Numa Pompillus (37-81) wurden die Ausbauten des Tempelkomplexes auf dem Palatin fortgeführt. Jegliche Nekromantie wurde in dem von Thar beherrschten Gebieten unter Strafe gestellt sowie die erste Magier-Akademie in der Stadt errichtet. In seiner Herrschaftszeit vermehrten sich die Anzeichen, dass die junge Stadt am Tiber zu Großem berufen war.
Sein Nachfolger wurde der ‘Kriegerkönig’ Tullius Hostilius, der das Stadtgebiet mit Waffengewalt ausweitete. Es kam zu ersten Konflikten mit den Nachbarstädten, die größtenteils unter dem Einfluss verbotener Kulte standen. Als Tullius bei einem Kampf getötet wurde, übernahm Ancus Marius (113-136) die Krone und schuf zwischen allen rechtschaffenen Völkern Latiums ein Bündnis gegen Untote und Dämonen, dem sich als erstes die Halblinge auf der Halbinsel anschlossen.
Nach dem Dahinscheiden des kriegerischen Königs erbte Tharquinius Priscus als Fünfter die Krone. Unter seiner weisen Herrschaft wurden die Sümpfe zwischen den Hügeln trockengelegt sowie der Bau des Circus Maximus und des großen Forum Tharinum eingeleitet. Weiterhin wurde für den Senat, der bisher unter freiem Himmel getagt hatte, die Curia errichtet.
Zwischen 175 und 218 leitete Servius Tullius als sechster König von Thar eine Blütezeit ein. Es wurde die erste schriftliche Verfassung der Stadt niedergelegt sowie die Beziehungen zu den Nachbarstädten entscheidend verbessert.
Leider fand diese Zeit des Wohlstands ein abruptes Ende, als sein Pflegesohn Messala Cluvius dem greisen König auf den Stufen der Curia erschlug und sich die blutbefleckte Krone aufs Haupt setzte. Mit Hilfe dunkler Künste und einer Garde untoter Wächter errichtete dieser eine Schreckensherrschaft und regierte unter dem Namen Tharquinius Superbus (‘der Stolze’) mit brutaler Gewalt. Die folgenden Jahre waren vom Krieg mit den Nachbarn und blasphemischen Ausschweifungen im Königspalast geprägt. Die Priester des Ewigen Drachen wurden aus der Stadt verbannt und der Tempel verfiel. In diesen Zeitraum fällt die Erscheinung der Sibylle, die dem geizigen König neun Bücher mit Prophezeihungen über die Zukunfts Thars für Gold verkaufen wollte. Erst als sie sechs der Bücher verbrannt hatte, erwarb der von Neugier gepackte, geizige Herrscher die restlichen drei Bücher zum Preis der Neun.
Die Bevölkerung indes murrte unter der Gewaltherrschaft, konnte aber gegen die untoten Schergen des Tyrannen wenig ausrichten. Im Geheimen jedoch formte sich der Widerstand. Als der König zu einem Heerzug gegen die etrullischen Magierkönige aufbrach, hinterließ er die Stadt unter dem Befehl seines ältesten Sohnes Sextus. Dieser war seit langem in Liebe zu einer der edelsten Frauen Thars, Lucretia aus dem Hause der Junier entbrannt. Da diese jedoch bereits mit Lucius Tharquinius Collatinus verheiratet war, wies sie alle Annäherungsversuche entrüstet zurück. Der gierige Sextus nutzte die Abwesenheit seines Vaters und entführte die treue Ehefrau in den Königspalast, wo er sie in einer abscheulichen Orgie zwang, ihm zu Willen zu sein. Nach der ruchlosen Tat gelang es Lucretia zu fliehen und sie suchte im Hause ihres Vaters, Lucius Junius Brutus, Zuflucht. Dort klagte sie diesem die ihr angetane Schmach und rammte sich aus Scham einen Dolch in die Brust.
Das war für die Bürger Thars der Tropfen, des das Fass zum Überlaufen brachte. Unter der Führung des Vaters und des Ehemannes der edlen Frau stürmten sie den Palast und ermordeten den Schänder und dessen Kumpane, die noch im Rausch ihrer Untat darniederlagen. Als Tharquinius Superbus von den Vorkommnissen erfuhr, kehrte er eiligst nach Thar zurück, fand jedoch alle Tore verschlossen und die Mauern von den Bürgern bemannt vor. Ihm blieb nichts anderes übrig, als bei seinen ehemaligen Feinden, den etrullischen Magierkönigen, um Asyl nachzusuchen. Nie wieder wollten sich die Thariner einem einzelnen Manne unterordnen und gründeten daher die Republik. In Zukunft sollte die Macht des Königs auf zwei Konsuln verteilt werden. Diese wurden jährlich von der Volksversammlung gewählt. Die ersten beiden Konsuln hießen Lucius Junius Brutus sowie Lucius Tharquinius Collatinus.


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Die frühe Republik: Jahre 243 bis 487


In den folgenden Jahren führte der gestürzte König ohne Erfolg mehrere Heere gegen Thar, um seine Krone zurückzuerlangen. Als es 246 zu einer Niederlage der tharinischen Truppen kam, gelang es dem heldenhaften Horatius Cocles die einzige Brücke über den Tiber so lange gegen die anstürmenden Feinde zu verteidigen, bis diese zum Einsturz gebracht werden konnte. Ein weiterer Versuch des Tyrannen wurde dadurch vereitelt. Nicht zum ersten Mal bewährte sich dabei der Latinische Bund. 257 wurde Tharquinius Superbus endlich nach einer Schlacht nahe der etrullischen Stadt Coriola auf der Flucht erschlagen.
In der Zwischenzeit kam es in Thar immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen dem gewöhnlichen Volk, den Plebejern oder Plebs, sowie der herrschenden Adelsschicht, den Patriziern. Die Plebejer forderten einen gleichen Anteil an der Regierung, der ihnen von den alteingesessenen Adelsfamilien verweigert wurde. Da diese sich auch zunehmend hochmütig gegen die latinischen Bundesgenossen verhielten, kam es 254 zu einem Bruch des Bündnisses. Dies mündete in einen Krieg, der bis 259 andauerte. Dieser wurde erste beendet, als die Nekromanten von Volsca, einer etrullischen Stadt, die Schwäche Thars und seiner ehemaligen Verbündeten auszunutzen versuchten.
260 kam es deshalb zum ersten Krieg gegen Volsca, der mit Hilfe der wiedergewonnenen Bundesgenossen für Thar entschieden werden konnte und der die Magierkönige von Etrullia zum Einlenken zwang. Thar wurde zur führenden Stadt auf der Halbinsel, die kurz darauf den Namen Tharinia erhielt. Als treueste Bundesgenossen erwiesen sich die Halblinge Latiums, die Thar einen ewigen Bündniseid schworen. In der Stadt selbst verschärften sich in der Zwischenzeit trotz der Schaffung des Amtes der Volkstribunen die Auseinandersetzungen zwischen Patriziern und Plebejern.
Diese gingen soweit, dass es zu einer Androhung der Plebejer kam, Thar zu verlassen und eine eigene Stadt zu gründen. Die Patrizier lenkten nun schlussendlich ein und es wurden 302 die ersten schriftlichen Gesetze niedergelegt, die Zwölftafelgesetze. Langsam erstreitete sich das gemeine Volk mehr und mehr Rechte und 308 kam es sogar zur Erlaubnis der Heirat zwischen den Ständen.
Außenpolitisch wurden die Spannungen mit den etrullischen Städten unerträglich, welche von den Nekromanten von Volsca angeführt wurden. Dies führte 347 zum zehnjährigen Krieg, der mit der Eroberung Volscas endete. Der siegreiche Feldherr Marcus Furius Camillus wurde jedoch von Neidern der Bereicherung an der Kriegsbeute angeklagt und verbannt.
Nach einer kurzen Phase des Friedens wurde dieser 362 erneut bedroht. Aus den nördlichen Gebieten fielen Orcs in das Gebiet der etrullischen Städte ein, welche sich hilfesuchend an Thar wandten. Der Senat schickte daraufhin einen Gesandten, Quintus Fabius, ins Feld, der mit den Barbaren über den Abzug verhandeln sollte. Als dieser von einem Unterhäuptling der Orcs beleidigt und entehrt wird, tötet er ihn in einem ehrenhaften Zweikampf. Die wütenden Barbaren verlangten jedoch Blutrache für diese ihnen angetane Schmach und entschlossen sich nach Thar zu ziehen um die Stadt zu erobern.
Nach mehreren Gefechten der Legionen mit den einfallenden Barbarenhorden gelang es den Orcs, am Fluss Allia am 18. Juli 364 (‘dies ater’ – schwarzer Tag) einen entscheidenden Sieg zu erringen und auf die nunmehr ungeschützt daliegende Stadt vorzustoßen. In letzter Not zogen sich die Verteidiger auf das Capitol zurück, während die Barbaren die Stadt hemmungslos brandschatzten und plünderten. Nur den Gänsen auf dem Burghügel ist es zu verdanken, dass ein nächtlicher Überraschungsangriff der Orcs scheiterte, da das laute Geschnatter die vor Erschöpfung und Hunger ausgelaugten Wachen aufweckte.
Die verbliebenen Senatoren sandten nach zweiwöchiger Belagerung einen Abgesandten zwecks Unterhandlungen über einen Abzug zum Anführer der Barbaren, dem Orchäuptling Gorshnak. Dieser verlangte 200 Talente Gold. Daraufhin wurden sämtliche Gerätschaften sowie der Schmuck der reichen Tharinierinnen eingesammelt. Als die Senatoren bei der Übergabe feststellten, dass die Orcs gefälschte Gewichte verwendeten, warf der Kriegshäuptling derselben seine beidhändige Streitaxt auf die Waage und brüllte ‘Wehe den Besiegten!’.
In der Zwischenzeit war es jedoch dem verbannten Heerführer Camillus gelungen, die an der Allia versprengten Soldaten sowie die Truppen des Latinischen Bundes zu versammeln und als die Orcs sich aus Thar zurückzogen, gelang es ihm, diese zu überraschend anzugreifen und vernichtend zu schlagen. Als der Kriegshäuptling Gorshnak um Gnade bat, schlug Camillus ihm mit den Worden ‘Vae Victis!’ (Wehe den Besiegten) den Kopf ab. Durch diese Tat erhielt Marcus Furius Camillus den Ehrentitel „Zweiter Gründer Thars".
Dieser Sieg stärkte die Legionen Thars und seiner Verbündeten. Bis 415 beherrschte Thar das komplette Gebiet in der Mitte der Halbinsel. Es kam jedoch auch zu Unstimmigkeiten mit den achaiischen Nachbarn im Süden und immer wieder zu Einfällen von Orcs aus den Norden, die zum Teil von den etrullischen Magierkönigen unterstützt wurden. Trotzdem verstärkte Thar seinen Einfluss immer mehr und weitete seine Handelsbeziehungen aus.
Dies führte dazu, dass die achaiischen Kolonien im Süden Thariniens schlussendlich ein Bündnis mit den Etrulliern eingingen, um den lästigen Handelskonkurrenten auszuschalten. Es kam zu mehreren Kriegszügen, die Thar an den Rand der Vernichtung brachten. Erst eine Vermittlung der Stygier aus Nordafrika, der vorherrschenden Handelsmacht im Mare Internum, führte zu einer Einstellung der Feindseligkeiten. In Thar selbst erreichten die Plebejer die Gleichstellung mit den Patriziern und die Beschlüsse der Volksversammlung wurden als allgemeingültig erklärt (Lex Hortensia 466).
473 wurde der brüchige Friede zwischen den achaiischen Städten unter der Führung von Tarentum erneut gebrochen. Diese hatten den berühmten achaiischen Feldherrn Pyrrhus zu Hilfe gerufen, um ihre Truppen zu befehligen. Da dieser von einem eigenen Königreich träumte, nahm er die Gelegenheit gerne wahr. Zum ersten Mal stießen die Legionen Thars dabei auf afrikanische Elefanten, die der Achaier einsetzte. Diesem gelang es auch, die Thariner in mehreren Schlachten zu besiegen. Dabei erlitt er jedoch so große Verluste, dass man heute noch von sogenannten ‚Pyrrhussiegen‘ spricht, wenn eine gewonnene Schlacht keine Entscheidung bringt. Als der Achaier sich daraufhin Sicilia zuwandte, verbündete Thar sich mit Stygia und deren Flotte zwang den großen Feldherrn seine Ambitionen aufzugeben und verbittert nach Achaia zurückzukehren.
Tarentum ersuchte daraufhin um Frieden. Dieses wurde vom Senat zurückgewiesen, der das erste Mal die Formel „der Senat und das Volk von Thar" (Senatus Populusque Tharinus) verwendete. 481 wurde Tarentum als letzte der achaiischen Städte im Süden der tharinischen Halbinsel erobert.
Auch im Norden mussten sich die etrullischen Städte der Herrschaft Thars beugen. Sämtliche habhaft gewonnenen Nekromanten wurden dabei von der tharinischen Inquisition auf den Scheiterhaufen geschickt. Verbleibende Orcstämme trieb man über die Alpen hinaus aus Tharinia.


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Die Stygischen Kriege: Jahre 489 bis 607


Thars Armee hatte sich mittlerweile einen gefürchteten Ruf erworben und der Machtzuwachs auf der tharinischen Halbinsel führte immer öfters zu Spannungen mit Stygia. Als es 489 zwischen zwei Städten auf Sicilia zu Streitigkeiten kam, rief Mamerta Thar zu Hilfe, während Syracusa sich hilfesuchend an Stygia wandte. Dies führte 489 – 512 zum ersten Stygischen Krieg.
Schon bald zeichnete sich ab, dass Thar zwar die besseren Landstreitkräfte besaß, Stygia jedoch nicht ohne eine Flotte bezwungen werden konnte. Erfinderisch wie Thariner nun einmal sind, fügten sie Enterbrücken auf den Galeeren hinzu, um ihre Infanterie auch auf See zum Einsatz zu bringen. 493 kam es bei Mylae zum ersten Seesieg Thars, bei der die Soldaten die feindlichen Schiffe enterten und in Brand setzten. Auch in den folgenden Jahren gelang der jungen tharinischen Marine ein Erfolg nach dem anderen.
Trotz mehrerer Siege auf Sicilia kam es 504 bei Drepana zu einem erneuten Seegefecht, bei dem die überlegenen Karthager unterstützt von achaiischen Verbänden die komplette tharinische Flotte versenken konnten. Dies führt unter dem Kommando des Stygiers Hamilcar Barca zu erneuten Kampfanstrengungen auf Sicilia, wobei es den stygischen Streitkräften gelang, die Legionen Thars zurückzudrängen und verlorenes Gebiet wieder gut zu machen
Nur durch die vereinten Anstrengungen der Bevölkerung Thars, bei der vor allem die Frauen ihren gesamten Schmuck opferten, gelang es, neue Schiffe zu erwerben. Bei den Achaiischen Inseln kommt es 512 zu einer vernichtenden Niederlage der stygischen und achaiischen Flotten. Die stygische Hauptstadt Khemi sah sich daraufhin gezwungen, einen Frieden auszuhandeln und Sicilia an Thar abzutreten. So erhielt die Stadt am Tiber ihre erste Provinz.
In den folgenden Friedensjahren wurde nicht nur Tharinia mit einem dichten Geflecht von Straßen und Militärposten überzogen, die den Handel sicherten und stärkten, sondern es wurde an benachbarten Küsten in Dalmatica, Estoria und Achaia zahlreiche Handelsniederlassungen gegründet. Dies bedrohte natürlich das Handelsmonopol, welches Stygia im Mare Internum besaß. Daraufhin sah sich die herrschende Priesterkaste in Khemi natürlich gezwungen, Maßnahmen gegen den nun unliebsamen Konkurrenten zu ergreifen.
Im Jahr 534 belagerten stygische Streitkräfte die mit Thar verbündete estorische Stadt Saguntum, in der sich ein großer Handelsposten befand. Diese Untat konnte Thar nicht hinnehmen und löste den zweiten Stygischen Krieg aus.
Im Verlauf dieses Krieges kam es zum berühmten Marsch des stygischen Heerführers Hannibal Barca über die Alpen. Dieser hatte seinem Vater geschworen, nicht eher zu ruhen bis Thar vernichtet sei. Dem brillanten Strategen gelang es, den tharinischen Legionen am Trasimenischen See und bei Cannae vernichtende Niederlagen beizubringen. Die Lage wurde dadurch noch verschärft, dass sich Sicilia unter den Schutz Khemis stellte, welches auch noch den macedonischen König Philipp V. als seinen Verbündeten gewonnen hatte. Dieser bedrohte Handelsniederlassungen Thars in Dalmatica und Achaia. Die bereits geschwächten Legionen Thars mussten nun an mehreren Fronten gleichzeitig den Schutz und die Sicherheit tharinischer Bürger gewährleisten.
Während Thar daheim um sein Überleben kämpfte, gelang es dem tharinischen Heerführer Scipio in Estoria die Belagerung von Saguntum zu beenden und den Nachschub für Hannibal bei Valoria abzuschneiden. Aufmerksam hatte er die Strategien des Stygiers studiert und wandte dessen geschickten Armeebewegungen gegen ihn selbst an. Zudem konnte die tharinischen Marine die Flotten Stygias erfolgreich bekämpfen. Selbst als Hannibal Tarentum erobern konnte, gelang es keinem einzigen stygischen Schiff, seine unter Nachschubmangel leidende Armee zu versorgen.
Im Jahr 542 konnte Thar die Kontrolle über den Süden der Halbinsel und über die Provinz Sicilia zurückerlangen, während in Estoria eine Stadt nach der anderen an die ruhmreichen tharinischen Legionen fällt. 548 sieht sich Philipp V. Von Macedonia nach mehreren Niederlagen gezwungen, in Thar um Frieden zu ersuchen. Durch diese eindrucksvollen Siege und die in Achaia freiwerdenden Legionen sah sich Hannibal genötigt, nach Khemi zurückkehren.
Scipio konnte nun in aller Ruhe seine Truppen zusammenziehen und 549 fiel er mit 30.000 Legionären in Stygia ein. Hannibal, der von den Priesterkönigen behindert, das letzte Aufgebot Khemis ins Feld führte, traf 550 bei Zama auf die kampferprobten Legionen Thars. Scipio schlug den stygischen Feldherrn vernichtend und so sah sich Khemi gezwungen, Thar im Jahr 552 um Frieden zu ersuchen. Estoria fiel als Provinz an Thar und mehrere achaiische Städte, darunter Rhodos und Pergamon gingen ein Bündnis mit der Stadt am Tiber ein. Hannibal selbst floh aus seiner Heimat und beging 570 verbittert in der Fremde Selbstmord, nachdem er jahrelang von tharinischen Agenten gejagt worden war.
Zwischen 553 und 563 war es erneut zu Orceinfällen in Tharinia gekommen. Die tharinischen Legionäre waren nach den Reformen des Scipio und ihren Erfolgen in Nordafrica und Estoria jedoch so gestählt, dass diese ohne größere Probleme abgewehrt werden konnten. Ebenfalls kam es im Jahr 553 zu einem erneuten Krieg mit Macedonia, der von den Legionen vier Jahre später siegreich beendet wurde. Achaia wurde daraufhin tharinisches Protektorat. Thar hatte sich vom kleinen Stadtstaat zur vorherrschenden Macht im Mare Internum entwickelt..
In den darauffolgenden Jahrzehnten führten mehreren Spannungen mit Macedonia und Syria zu siegreichen Kriegen im Osten. Die gewaltige Kriegsbeute, die die tharinische Armee aus diesen Kriegen einbrachte erlaubte es erstmalig, den tharinischen Bürgern für ein Jahr völlige Steuerfreiheit zu gewähren.
Im Jahr 578 besuchte der tharinische Senator Cato Khemi, um die Beziehungen mit Stygia zu verbessern. Als dieser dort mit nekromantischen Riten konfrontiert wurde, kehrte er entrüstet nach Thar zurück. Bei den folgenden Reden im Senat endete er jedes mal mit den Worten „cetero censeo Kheminem esse delendam" (Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Khemi zerstört werden muss).
Als es zwischen Stygia und dem König von Numidia, der unter dem Schutze Thars stand, zu Streitigkeiten kam, erklärte Thar 605 erneut den Krieg, welcher 607 mit der Auslöschung des stygischen Staates endete und Khemi wurde von den Legionen dem Erdboden gleich gemacht. Thar herrschte von nun an unangefochten über das Mare Internum.


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Die späte Republik: die Jahre 608 bis 693


Zwischenzeitlich war es den Legionen gelungen, die letzten Orcstämme aus der estorischen Halbinsel zu vertreiben und es wurde die Provinz Lusitania gegründet. Während in Thar der Wohlstand der Ritterschaft und des Patriziats gewaltig anstieg, litten die ärmeren Bevölkerungsschichten unter den hohen Steuerlasten, die die Kriege verursacht hatten.
620 wurde durch die Gracchen das erste Mal versucht, staatlichen Grundbesitz an besitzlose Plebejer zu verteilen. Dies scheiterte jedoch am Widerstand der Patrizier, die den dafür verantwortlichen Volkstribunen Tiberius Gracchus durch Meuchelmörder töten ließen. Auch der Versuch, allen Einwohnern der tharinischen Halbinsel das volle Bürgerrecht zu gewähren, war nicht von Erfolg gekrönt. Die Spannungen zwischen den Parteien verschärften sich, bei denen die konservativen Senatoren vor allem gegen die Homo Novi (die neuen Menschen) standen, die größtenteils aus Tharinia stammten, also nicht in Thar selbst geboren worden waren.
Thar erweiterte zu jener Zeit seine Gebietsansprüche durch mehrere Provinzgründungen, die teilweise durch Testamentsvollstreckungen in Kleinasien ausgelöst wurden. Das tharinische Recht und generell die Rechtsprechung in Thar genossen im ganzen Mittelmeerraum ein hohes Ansehen.
In Valoria kam es immer wieder zu Orceinfällen, die den tharinischen Legionen teilweise empfindliche Niederlagen einbrachten und sogar die Alpenübergänge bedrohten. Die Zwerge Loricas sandten daraufhin ein Hilfeersuchen an Thar und mit deren Unterstützung gelang es, die Übergänge über die Alpen zu befestigen. Glücklicherweise nutzten die Barbarenhorden ihre Siege niemals aus und verschwanden genauso schnell wie sie gekommen waren, wieder in der Wildnis.
In Numidia kam es zu einem Machtwechsel, als der junge Jugurtha die Krone eroberte. Dieser fiel nun mehrfach mit seinen Reiterhorden in die tharinische Provinz Stygia ein. Thar selbst wurde in jener Zeit von mehreren schwachen Feldherrn geführt, die diesen Bedrohungen im Norden und Süden nicht gewachsen waren. Weiterhin stellte sich das Problem, dass die tharinischen Legionäre nur zu Kriegszwecken einberufene Verbände waren und nicht dauerhaft im Felde stehen konnten. Vor allem zur Erntezeit fielen jedes Jahr größere militärische Kontingente aus. Es zeigte sich, dass die bisherige Struktur der Armee und der Marine den vielen Aufgaben im erweiterten Herrschaftsgebiet nicht mehr gerecht werden konnte.
Als es 642 – 648 zum Krieg in Nordafrica kam, trat ein junger Legat namens Marius in Erscheinung, der zu den Homo Novi gehörte. Er strukturierte die Legionen unter seinem Kommando neu und setzte diese geschickt gegen die Reiterhorden des Jugurtha ein. Nach und nach fielen die Festungen der Numidier in seine Hände. Zur selben Zeit fielen erneut die Orcs in Valoria ein.
Nachdem erneut ein Consul 35.000 Mann dort verloren hatte und das tharinische Militärsystem vor dem Zusammenbruch stand, wurde 647 der geschickte Feldherr aus Nordafrica nach Thar zurückberufen. Zum ersten Mal in der Geschichte Thars wurde ein Nichtthariner zum Consul gewählt und Marius machte sich an die Aufgabe, das Heereswesen neu zu organisieren. Als erstes führte er eine allgemeine Wehrpflicht ein und gruppierte dieses Milizsystem um eine Kerngruppe von Berufssoldaten. Die Ausbildung der Wehrpflichtigen wurde von den erfahrenen Veteranen gewährleistet und deren Dienstzeit betrug drei Jahre. Um die Aderlässe und den Mangel an tharinischen Bürgern auszugleichen, konnte jeder Einwohner der tharinischen Halbinsel nach Ablauf dieser Dienstzeit das volle Bürgerrecht erlangen. Obwohl die patrizischen Kräfte im Senat diesen Gesetzesvorlagen ablehnend gegenüberstanden, sah man sich gezwungen, Marius bei seinen Vorhaben freie Hand zu gewähren und verabschiedete die dazu erforderlichen Gesetze.
Während Marius in Thar die Armee reformierte, hatte er Nordafrica in den Händen seines tüchtigen Stellvertreters, eines Patrizier namens Lucius Cornellius Sulla zurückgelassen. Diesem gelang es, durch eine List Jugurtha gefangen zu nehmen und diesen in Ketten nach Thar zu bringen. Marius, der in der Zwischenzeit entgegen aller Tradition dreimal in Folge zum Consul gewählt worden war, brach mit Teilen der nordafrikanischen Truppen sowie frisch ausgehobenen Legionen aus besitzlosen Plebejern und Nichttharinern nach Valoria auf, um die jährlichen Orceinfällen zu begegnen. Weitere Truppen befanden sich währenddessen in der Ausbildung und wurden dem Kommando des ebenfalls fähigen Sulla unterstellt.
Im Jahr 651 kam es zur entscheidenden Schlacht in Valoria und Marius gelang es mit nur 25.000 Legionären 150.000 Orcs vernichtend zu besiegen. Die mittlerweile in Cisalpina eingedrungen Orcs wurden von Sulla aufgehalten und von dem in Eilmärschen heran eilenden Marius in die Zange genommen. Der darauf folgende Triumphzug von Marius in Thar führte zu einem unbeschreiblichen Jubel und man verlieh ihm den Titel 3. Gründer von Thar. Da Sulla seine eigenen Erfolge als nicht genügend gewürdigt erachtete, kam es zu ersten Unstimmigkeiten zwischen den beiden großen Feldherren.
In Kleinasien hatten sich in der Zwischenzeit Unruhen ereignet, die in Pythia und Troica das Leben von tharinischen Kaufleuten und Bürgern forderte. Auch gelang es den konservativen Kräften in Senat unter Führung Sullas, das volle Bürgerrecht für gediente Soldaten wieder abzuschaffen, welches zu einem Aufstand bei den tharinischen Bundesgenossen führte. Diese wurden dabei von Marius unterstützt. Erneut gelang Marius die Kandidatur und Wahl zum Consul. Sulla, der letztjährige Consul, sollte das Kommando über die Legionen übernehmen, die in Kleinasien die Ordnung wieder herstellen sollten.
Marius legte erneut das Gesetz über die tharinische Bürgerschaft vor, diesmal jedoch der Volksversammlung und nicht nur dem Senat. Diese, müde von den Querelen mit den anderen Einwohnern Tharinias, stimmte der Gesetzesvorlage mit überwältigender Mehrheit zu und machten diese Reform somit unumkehrbar. Sulla, der trotzdem öffentlich (und rechtswidrig) dagegen protestierte, wurde daraufhin vom amtierenden Consul Marius seines Kommandos enthoben und unter Anklage gestellt.
Sulla ignorierte dies jedoch und führte seine Legionen nach Troica, wo sich der kleinasiatische König Mithras mittlerweile in einem Krieg gegen Thar befand. Aus der Ferne gelang es ihm, zwei seiner Parteigänger, darunter den energischen Patrizier Cinna, als Nachfolger des Marius zum Konsul wählen zu lassen. Kaum war Cinna an der Macht wurde wiederum Marius des Verrates an Thar angeklagt. Dieser, der wieder gegen die Orcs in Krieg gezogen war, sammelte 666 seine ihm treu ergebenen Legionen, marschierte nach Thar und nahm die Stadt ein. Die Anhänger Sullas, darunter Cinna, ließ er hinrichten. Kurz darauf starb der 3. Gründer Thars jedoch an einem Schlaganfall und die Stadt fiel dem Chaos anheim.
670 kehrt Sulla nach Siegen über Mithras mit 3 Legionen nach Thar zurück und errichtet eine Gewaltherrschaft. In Kleinasien kämpfte mittlerweile sein Stellvertreter, ein junger Offizier namens Pompeius weiter gegen in den aufständischen Provinzen. Sulla ließ die Steintafeln des Marius zerschlagen und herrscht mit eiserner Hand als Diktator über Thar. Er schrieb eine neue Verfassung, die allen Nicht-Tharinern auf ewig vom Bürgerrecht ausschloss. Niemand war sich seines Lebens sicher und täglich erschienen Proskriptionslisten auf dem Forum. 675 starb Sulla nach schwerer Krankheit und seine Verfassung wurde vom Senat und der Volksversammlung umgehend aufgehoben.
Tharinia wurde jedoch weiterhin von Unruhen heimgesucht, als 680 ein ehemaliger Militärtribun namens Spartacus einen Sklavenaufstand anzettelte, der sich schnell über die gesamte Halbinsel ausbreitete. Erst 682 gelang es Crassus zusammen mit den heimkehrenden Legionen des Pompeius die Sklavenarmee bei Lucania vernichtend zu schlagen. Obwohl die Strafen für die Aufständischen fürchterlich waren und Tausende entlang der Via Appia gekreuzigt wurden, erließ die Volksversammlung die Lex Servilia, die das Los der Sklaven verbesserte und ihre Rechtlosigkeit beendete. Nachdem in Tharinia die Ordnung wieder hergestellt war, brach der junge Pompeius erneut in den Nahen Osten auf und eroberte die Provinzen Syria und Palaestine.


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Das Ende der Republik: die Jahre 693 bis 708


In all den Wirren des Bürgerkrieges sowie den anschließenden Sklavenaufständen machte immer mehr ein junger Mann von sich reden, der im Jahre 653 geboren worden war: Gaius Julius Cäsar. Obwohl er aus einer alten patrizischen Familie stammte, musste er als Enkel des Marius unter der Diktatur Sullas fliehen. Mittlerweile alt genug geworden, trat er den Dienst bei den Legionen als Militärtribun an und wurde bald wegen Tapferkeit mit dem Eichenkranz ausgezeichnet.
Männern wie Marcus Licinius Crassus, Gnaeus Pompeius Magnus und Gaius Julius Cäsar wurde bewusst, dass die bisherige Regierungsform der Republik den Erfordernissen des Reiches nicht mehr gerecht werden konnte. Aus diesem Grunde schlossen sich die drei bewährten Feldherren 693 zum Triumvirat zusammen. Um das Bündnis zu stärken, heiratete Pompeius Julia, die geliebte Tochter Cäsars. Nach Ableistung seines Consulats, dass er sich mit Pompeius teilte, machte sich Cäsar daran, die Leiter unsterblichen Ruhmes zu erklimmen.
In einem siebenjährigen Krieg eroberte Cäsar mit seinen Legionen von 695 bis 702 ganz Transalpina und gründete die Provinzen Mercuria, Lugdunensis, Aquitania und die beiden Orcias. Dabei setzten auch das erste Mal Legionäre nach Bretonia über, um die Einmischung der dort herrschenden Kelten in die Kämpfe zu unterbinden. Ebenfalls ließ Cäsar eine Brücke über den Rhenus schlagen, um die Orcstämme im Zaum zu halten.
Als Julia bei der Geburt ihres Kindes 699 starb, gefährdete dies das Bündnis zwischen ihm und Pompeius, der immer mehr unter den Einfluss der Feinde Cäsars im Senat geriet. Crassus, der in der Zwischenzeit versuchte, das Partherreich zu erobern wurde 700 mit seinen Legionen vernichtend geschlagen und sämtliche Drachenstandarten gingen an die Barbaren verloren.
Trotz der Erfolge Cäsars machte dieser sich bei der konservativen Partei des Senates unbeliebt, die sich die ‚Boni‘ (die Guten) nannten. Ihnen missfiel der Reformeifer und sie neideten ihm seine Erfolge als Feldherr, vor allem als dieser 701 bei Alesia den Keltenführer Vercingetorix vernichtend schlug und die Aufstände in Gallia ein für alle Mal beendete. Pompeius wurde im selben Jahr auf Drängen der Boni alleiniger Konsul in Thar, wo es immer öfters zwischen den Anhängern der verfeindeten Parteien zu Gewalttätigkeiten kam.
Damit er seinen Einfluss im Senat aufrecht erhalten konnte, ließ Cäsar seinen Freund Marcus Antonius zum Volkstribunen wählen. Seine Aufgabe war es, alle gegen Cäsar gerichtete Gesetzesvorlagen mit seinem Veto zu verbieten. Trotzdem gelang es den Boni, Cäsar unter Anklage zu stellen und Pompeius erteilte ihm 703 den Befehl, seine Truppen aufzulösen und nach Thar zurückzukehren.
Cäsar wusste, dass die konservative Senatspartei sich nur mit seinem Tode zufrieden geben würde. Er verweigerte die Anordnung und schickte sich an, in Tharinia einzumarschieren, was jedem Feldherrn seit Sulla verboten worden war. Als es den Boni gelang, den Volkstribunen Marcus Antonius widerrechtsmäßig vom Senat auszuschließen, floh dieser zu Cäsar und der überquerte daraufhin am 7. Januar 704 mit seinen Legionen den Rubikon, den Grenzfluss nach Tharinia. Berühmt wurde dabei sein Ausspruch „Alea jacta est!" (Die Würfel sind gefallen).
Pompeius floh vor der anrückenden Armee mit samt der Regierung und den Boni nach Achaia, um dort Truppen auszuheben. Erneut befand sich das Tharinische Reich im Würgegriff eines Bürgerkrieges. Kaum in Thar angekommen ließ sich Cäsar von den verbliebenen Senatoren und der Volksversammlung zum Diktator ernennen und machte sich daran, seinen Nebenbuhler Pompeius und dessen Anhänger zu verfolgen.
Bei Dyrrhacium treffen 705 zum ersten Mal die Truppen der beiden Kontrahenten aufeinander. Diese Begegnung konnte Pompeius knapp für sich entscheiden. Während Cäsar neue Truppen aus Tharinia anforderte, zog sich Pompeius nach Pharsalos zurück. Dort kam es am 9. August 705 zum erneuten Aufeinandertreffen, in dem die Senatsarmee diesmal jedoch vernichtend geschlagen wurde. Pompeius floh als Händler verkleidet und bestieg ein Schiff nach Egyptia. Kaum dort angekommen wurde er auf Befehl Ptolemaios ermordet, der sich beim neuen Herrscher Thars lieb Kind machen wollte. Er hoffte, dass Caesar ihn dann bei seinen Thronstreitigkeiten mit seiner Schwester Cleopatra unterstützen würde, die eigentlich laut Testament seine Mitregentin sein sollte.
Als Cäsar in Egyptia ankam und von der ruchlosen Tat erfuhr, schlug er sich auf die Seite Cleopatras und setzte Ptolemaios kurzerhand ab. Die neue Herrscherin in Alexandria verliebte sich in den tharinischen Feldherren und schenkte ihm, obwohl dieser bereits in Thar verheiratet war, einen Sohn, Ptolemaios Caesar, genannt Caesarion.
707 kehrte Cäsar nach Thar zurück um umfangreiche Reformen vorzunehmen. Neben einer gründlichen Überarbeitung des Kalenders erhielten alle Städte des Reiches eine einheitliche Gesetzgebung und Verwaltung (Lex Julia Municipalis). Danach begibt er sich nach Estoria, um die letzten Widerstandsnester und Anhänger von Pompeius unter dessen Söhnen zu beseitigen.


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Gaius Julius Cäsar


Zurück in Thar ernannte man Cäsar zum Diktator auf Lebenszeit. Der Senat wurde in diesem Zug als unterstützendes Regierungsorgan auf 900 Mitglieder aufgestockt. Der siebte Monat des Jahres wurde zu Ehren des großen Thariners umbenannt. Als Marcus Antonius ihm vor dem versammelten Volk auf dem Forum Tharinum die Königswürde anbot, schlägt dieser sie jedoch entrüstet ab.
An den Iden des März im Jahre 709 verübte eine Gruppe von Senatoren unter Lucius Iunius Brutus und Cassius Longinus ein Attentat auf den Alleinherrscher. In letzter Minute konnte der Großneffe Cäsars, ein junger Mann namens Octavian mit Hilfe einer Veteranentruppe den Anschlag verhindern. Zum Schutze vor zukünftigen Meuchelmördern gründete Cäsar daraufhin die Prätorianergarde.
Nachdem er die Zwistigkeiten in Thar weitestgehend beseitigt hatte und das Volk zufrieden gestellt worden war, machte sich der Feldherr daran, die an die Parther verlorenen Drachenstandarten des Licinius Crassus zurückzuholen. Bevor er jedoch in den Osten aufbrechen konnte, beendete er aus Gründen der Ehrbarkeit seine Beziehung zu Cleopatra und adoptierte seinen Großneffen Octavian. Die verlassene Geliebte kehrte daraufhin auf Rache sinnend nach Egyptia zurück.
Während seiner Abwesenheit sollte der Westen des Reiches von Octavian verwaltet werden. Marcus Antonius wurde nach Alexandria gesandt, um ein Auge auf die ehrgeizige Herrscherin Egyptos zu werfen. Dieser verfiel jedoch nach seiner Ankunft der Schönheit Cleopatras und wurde von ihr ermutigt, sich als zukünftiger Herrscher über Thar zu sehen.
In den Jahren 710 bis 718 kam es nun zum Krieg gegen das Parthische Imperium. In einem langwierigen Feldzug gelang es Cäsar mit 15 Legionen, die Parther niederzuwerfen und in das Reich einzugliedern. Nach der Eroberung von Babylon kehrte er 718 mit 65 Jahren nach Thar zurück und feierte einen gewaltigen Triumphzug.
Unter seiner Herrschaft hatte sich das Gebiet des Reiches nahezu verdoppelt und es herrschten stabile politische Verhältnisse. In der Nacht nach den großen Siegesfeierlichkeiten drangen jedoch von Antonius und Cleopatra gedungene Meuchelmörder in sein Schlafgemach und erwürgten den großen Sohn Thars im Schlafe.


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Erbfolgekriege: Jahr 718 bis 726


In der Trauer um den Tod des großen tharinischen Feldherrn wird Octavian vom Senat einstimmig zum Nachfolger als Dictator auf Lebenszeit ernannt. Die Bemühungen Marcus Antonius, dessen Sohn mit Cleopatra, Caesarion als Nachfolger einzusetzen, wurden von den Senatoren entrüstet zurückgewiesen.
Marcus Antonius heiratete daraufhin offiziell Cleopatra, obwohl er bereits mit der Schwester Ocatavians verheiratet war. Als Pflegevater des ‚leiblichen Sohn Cäsars‘ ernannte er sich zum Alleinherrscher des östlichen Reiches und vermachte dieses in seinem Testament der schönen Ägypterin und ihrem Kind.
Als das Testament in Thar verlesen wurde, brachen unter den empörten Bürgern Tumulte aus. Laut forderten sie den Tod des Marcus Antonius. Erneut wird das Reich von einem Bürgerkrieg heimgesucht. Bei Anctium trafen die Flotten der Thariner und Egypter aufeinander und Octavian ging daraus siegreich hervor. Im Jahr darauf eroberten seine Legionen Egyptia und als sie in Alexandria eindrangen, begingen Antonius und Cleopatra Selbstmord. Der fliehende Caesarion wurde auf seiner Flucht nach Ethiopia getötet.
Daraufhin kehrte der Großneffe Cäsars nach Thar zurück und erklärte Frieden für das ganze Reich. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wurden die Tore des Janustempels auf dem Forum geschlossen und ein gewaltiges Volksfest anberaumt. Alleine der Triumphzug der siegreichen Legionen dauerte drei Tage. Stolz präsentierten die Soldaten dabei die Schätze der Cleopatra.
Im Jahr 726 wurde offiziell das Principat eingeführt und Octavian erhielt vom Senat und dem Volk von Thar den Ehrennamen „Augustus" (der Erhabene). Damit begann die Zeit der tharinischen Kaiser.


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Cäsar Augustus: 726 bis 767


Die ersten zwölf Jahre seiner glorreichen Herrschaft wurden dem Ausbau des Handels und der Infrastruktur gewidmet. Das Reich erfreute sich nie zuvor dagewesenen Wohlstands und erlebte eine goldene Zeit. Erst als sich 738 nördlich der Alpen die Orcs erneut rühren, brechen wieder Legionen auf, um die Grenzen des Reiches zu schützen.
Unter Tiberius und Drusus werden die Provinzen Raetia Danuvia, Norica und Eleria gegründet. Die Orcs erwiesen sich in diesem Krieg als ausdauernd und hartnäckig. Jeglicher Versuch der Legionen, über die Flüsse Rhenus und Danuvius in die Region Elbia vorzustoßen, wurde von schweren Gefechten gezeichnet. Immer wieder kam es zu Einfällen in das Reich und Tiberius begann, die Grenzen mit Hilfe von Militärstützpunkten abzusichern.
Trotzdem kommt es 762 zu einer vernichtenden Niederlage der Thariner, als 4 Legionen unter dem Kommando des Varus durch die Orcs mit ihrem Anführer Arxinius vernichtet wurden. Daraufhin erklärte Augustus die Wildnis Orcias als nicht zivilisierbar und befahl die Errichtung des Limes. 764 wird eine Expedition ausgesandt, die die verlorenen Drachenstandarten des Varus zurückzuholen soll. Schaudernd berichteten die Teilnehmer von untoten Legionären und nekromantischen Ritualen unter den Barbaren, welche die Gefangenen der Schlacht ihren dunklen Göttern geopfert hatten.
Am 19. August des Jahres 767 schloss der große Kaiser in seiner Villa bei Nola die Augen. Es waren auf dem Tag genau 50 Jahre vergangen, als er sein erstes Konsulat angetreten hatte. Im Beisein seiner Freunde und Familie waren seine letzten Worte: Wenn nun das Ganze Euch wohl gefallen hat, so klatscht Beifall, und entlasst uns alle mit Dank nach Hause.


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Tiberius: 767 bis 790


Als der große Augustus starb, trat sein Adoptivsohn und Gemahl seiner Tochter Julia, Tiberius Claudius, das Erbe an. Dieser hatte sich bereits zusammen mit seinem Sohn aus erster Ehe, Drusus, bei den militärischen Erfolge nördlich der Alpen einen Namen gemacht.
Als Erstes hatte der neue Kaiser sich mit einem Aufstand der Legionen in den nördlichen Provinzen zu beschäftigen. Die Härte des Dienstes an der Grenze sowie der geringe Sold hatte den Unmut der Soldaten erregt. Mit Hilfe seines Enkels Marcus Junius gelang es, die empörten Soldaten mit Solderhöhungen wieder zu treuem Dienst zu verpflichten.
Als 769 erneut schwere Kämpfe ausbrechen, werden endgültig alle Träume von einer Provinz Elbia begraben. Trotz mehrerer eindrucksvoller Siege, bei denen der Enkel des Kaisers den Ehrennamen Orcicus erhält, ziehen sich die Legionen hinter den Limes zurück. Tiberius entschloss sich, den siegreichen und beliebten Feldherrn als seinen Nachfolger einzusetzen.
Als in den östlichen Provinzen Syria und Palaestine Aufstände ausbrechen, sendete Tiberius den jungen Orcicus, um die Ordnung wieder herzustellen. Begleitet wurde er dabei von seinem jungen Sohn Caligula. Unter ungeklärten Umständen stirbt Orcicus 771 in Antiochia vermutlich an einem Giftanschlag. Tiberius zog sich aus Gram über den Tod seines Enkels nach Capri zurück und überließ die Regierungsgeschäfte weitgehend Drusus und dem Senat. In der Erbfolge rückte nun Caligula als nächster Kaiser vor.
Die folgenden Jahre sahen schwere Kämpfe am Danuvius, in denen die Orchorden 777 die Provinz Raetia Danuvia überrannten und die helvetischen Zwerge bedrängten. Drusus führte die berühmte Legio X „Draco Platinii" über die Alpen und es gelang ihm, die belagerten Zwerge zu befreien. Zusammen mit diesen wurden die Orcs wieder zurückgedrängt.
Zur Sicherung der Grenze ersetzte Drusus daraufhin den Holzwall in Orcia Superior mit Hilfe der Zwerge mit einer Steinmauer. Die Zwerge leisteten einen unverbrüchlichen Schwur, Thar bei Bedrängnis jederzeit mit ihrer „Ehernen Legion" zu Hilfe zu eilen. Tiberius erließ daraufhin ein Gesetz, welches die Zwerge vom allgemeinen Militärdienst befreite.
Im Jahr 785 starb Drusus nach der Fertigstellung des Limes und wurde in Raetia Danuvia in einem prächtigen, von Zwergen erbautem Mausoleum bestattet.
In Armenia brachen Thronstreitigkeiten aus, die einen Einmarsch tharinischer Legionen erzwangen. Das Königreich wurde daraufhin von Thar annektiert und es kam 789 zum ersten Aufeinandertreffen mit den Elben, welches mit einer Niederlage der tharinischen Legionen endete. Die Armee der Elben zog sich jedoch ohne weitere Kampfhandlungen zurück.


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Caligula: 790 bis 794


Als Tiberius ebenfalls unter mysterösen Umständen auf Capri dahinschied, erstieg der junge Caligula den Thron und ernannte sich selbst zum ‚göttlichen Herrscher‘. Der amtierende Pontifex Maximus des Ewigen Drachen erhob seine Stimme gegen diesen Frevel und wurde daraufhin von Caligula im Zirkus den wilden Tieren vorgeworfen. Jeglicher Widerstand war somit im Keim erstickt. In Thar begann eine Schreckensherrschaft, die von einer Verhaftungs- und Verbannungswelle begleitet wurde.
Obwohl schon seit längerem ein Feldzug nach Bretonia geplant war, gab sich der Kaiser lieber seinen Ausschweifungen hin. Dabei wurden mehr und mehr Priester des ewigen Drachen hingerichtet und überall im Reich mussten die Drachenstatuen dem frevlerischen Abbild des Kaisers weichen. In Hyrosolyma brachen Aufstände aus, als im Tempel solch eine Statue aufgestellt wurde.
Nach zahllosen Freveln, bei denen Caligula sogar die Frauen der Senatoren zwang, als Prostituierte zu arbeiten, kam es zu einem Aufstand der Prätorianer. Bei den Palatinischen Spielen im Jahr 794 wurde die gesamte Familie Caligulas erschlagen. Nur sein Onkel Claudius überlebte und wurde von den Soldaten zum neuen Kaiser ausgerufen.
In den Hinterlassenschaften des Caligula wurden Hinweise entdeckt, dass er bereits als Kind seinen Vater in Antiochia vergiftet hatte. Das selbe Gift kam auch bei seinem Urgroßvater zum Einsatz. Der Senat ließ daraufhin sämtliche Statuen des Caligula zerstören und verfluchte seinen Namen.


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Claudius: 794 bis 807


Claudius, der als Stotterer verrufen war, begann wider Erwarten seine Herrschaft voller Tatendrang und machte sich alsbald beim einfachen Volk durch seine Güte und Herzlichkeit beliebt. Als eine seiner ersten Maßnahmen wurde der Glaube an den Ewigen Drachen wieder hergestellt. Weiterhin ließ er den versandeten Hafen von Ostia aufgeben und errichtet die Hafenstadt Portus mit einem großen, sechseckigen Hafenbecken. Der dort errichtete Leuchtturm von Thar übertraf sogar sein als Weltwunder berühmtes Vorbild in Alexandria.
Ebenfalls unter Claudius Herrschaft wurde das Institut der Imperialen Wissenschaften in Thar errichtet. Einer der ersten großen Forscher, Suetonius Paulinus, durchquerte die große Wüste in Africa und entdeckte die sagenhaften Reiche von Kush. 796 wurden die Vorbereitungen zum Feldzug in Bretonia endgültig abgeschlossen und die Legionen machten sich daran, die Nebelinsel im Norden für Thar zu erobern. Im Jahr 800 wurde dann zu Ehren der Gründung Thars ein großes Jubiläum abgehalten, bei dem auch die siegreichen Legionen aus Bretonia im Triumph durch Thar zogen.
Da Claudius aus seiner ersten Ehe nur eine Tochter mit Namen Octavia hatte, heiratete er 803 seine Cousine Agrippina und adoptierte wiederum deren Sohn aus erster Ehre, Nerovius. Um die Familienbande zu festigen wurde dieser 805 mit Octavia verheiratet.


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Nerovius: 807 bis 822


Im Herbst des Jahres 807 klagte Claudius nach einem seiner geliebten Pilzgerichte über Magenbeschwerden und verschied kurz darauf unter Krämpfen. Nerovius trat somit im Alter von nur 17 Jahren die Herrschaft über das tharinische Reich an. Bald darauf starben mehrere einflussreiche Personen ebenfalls unter Krämpfen, darunter auch die Ehefrau des Kaisers sowie dessen Mutter Agrippina.
Nerovius übernahm die persönliche Kontrolle über den Staatsschatz und entmachtete den Senat. Die Regierungsgewalt wurde dabei größtenteils in die Hände von Günstlingen des jungen Kaisers gelegt, die sich höchstens durch Bestechlichkeit auszeichneten. Nerovius selbst sah sich eher als großer Künstler denn als Kaiser und ließ ein großes Amphitheater auf dem Marsfeld errichten. Dort trat er nicht nur als Sänger und Schauspieler auf, sondern heiratete auch noch die berühmte Schauspielerin Poppaea.
Während sich der Kaiser weiterhin in erster Linie seinen künstlerischen Ambitionen hingab, kam es sowohl im Osten wie im Norden des Reiches zu Aufständen. 812 versuchten die Scythen, in Armenia einzufallen, während es in Bretonia 815 einer einheimische Häuptlingstochter namens Boudicca fast gelang, die tharinischen Legionen wieder von der Insel zu vertreiben. Nur durch tatkräftige tharinische Feldherren gelang es, den Frieden im Reich zu wahren und die Ordnung wieder herzustellen.
Als 817 in Thar ein großes Feuer ausbrach, machten bald Gerüchte die Runde, das Nerovius selbst den Brand legen hat lassen, um ein episches Lied über den Untergang Trojas zu komponieren. Rücksichtslos ließ der Kaiser die Verbreiter solcher Gerüchte inhaftieren und verwendete sie in seinem Garten als lebende Fackeln. Dem Volk selbst griff er großzügig beim Wiederaufbau der Stadt unter die Arme und plünderte dabei rücksichtslos die Staatskassen. Er träumte von einer Wiedererrichtung Thars als seine „goldene Stadt" und plante, diese in Nerovia umzubenennen. Als er sich bei diesen größenwahnsinnigen Planungen von seiner schwangeren Frau Poppaea gestört fühlte, schlug er diese in einem Wutanfall zu Boden und trat sie so lange in den Bauch, bis sie verstarb..
819 lässt der Kaiser sich vom Pontifex Maxiums auf dem Forum zum leiblichen Sohn des Ewigen Drachen ausrufen. Priester, die dagegen Einspruch erheben wollten, wurde angedroht als sogenannte Gotteslästerer bei lebendigem Leibe verbrannt zu werden. Das einfache Volk liebte jedoch seinen großzügigen Kaiser, der es durch großartige Veranstaltungen im Zirkus zu unterhalten wusste. Das dafür benötigte Geld ließ er von seinen gewissenlosen Handlangern durch hohe Steuern in den Provinzen eintreiben.
Als es 820 in Palaestine aufgrund der Steuern und der Blasphemie des Nerovius zu Aufständen kam, sandte der Kaiser seinen fähigsten Feldherrn Vespasian Flavius aus, um ein für alle Mal mit der unruhigen Provinz abzurechnen. Er befahl ihm, keinen Stein auf den anderen zu lassen und alle Einwohner in die Sklaverei zu führen.
Während der größenwahnsinnige Kaiser 821 sogar als Athlet an den olympischen Spielen teilnahm, kam es im ganzen Reich zu immer größeren Aufständen, die teilweise von den Priestern des Draco Aeternum angeführt wurden. Während der Spiele in Olympia gelang es dem Senat mit Hilfe der Prätorianergarde die Ordnung in Thar wieder herzustellen und Nerovius wurde abgesetzt und zum Staatsfeind erklärt.
Von allen Freunden verlassen beging dieser, allein und von seiner Leibwache verlassen, mit Hilfe einer Sklavin auf dem Rückweg nach Thar Selbstmord.


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Dreikaiserjahr 822


Erneut herrschte Bürgerkrieg im Tharinischen Reich.Von den Nordlegionen wurde ihr Befehlshaber Galba als Kaiser ausgerufen. Als dieser in Thar eintraf wurde er aufgrund einer Verschwörung der Prätorianergarde ermordet. Diese waren von Galbas eigenem Stellvertreter in Colonia Agrippina, Vitellinus, bestochen worden. Dieser erklärte sich selbst zum Herrscher und marschierte mit einem Teil der Nordlegionen nach Tharinia.
Dort war mittlerweile auf Veranlassung des Senats Vespasian aus Palaestine zurückgekehrt. Nördlich von Thar kam es bei Ravenna zum Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Vespasian ging siegreich aus dem Treffen hervor. Vitellinus wurde zusammen mit seinen bestochenen Prätorianerfreunden noch auf dem Schlachtfeld hingerichtet.


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Vespasian Flavius: 822 bis 832


Vespasian machte sich als neuer Kaiser daran, die Korruption in Thar zu bekämpfen sowie die Nachlässigkeiten in der Verwaltung des Reiches auszumerzen. Alle Günstlinge Nerovius, die als Statthalter in den Provinzen die Bevölkerung ausgepresst hatten, wurden vor Gericht gestellt und abgeurteilt. Die Haupträdelsführer wurden als Hochverräter vom tarpejischen Felsen gestürzt, andere aus Thar verbannt. Ihre geraubten Besitztümer wurden den Eigentümern zurückgegeben oder aber zum Wohle des Staates eingezogen.
In Palaestine hingegen führte Vespasianus‘ Sohn Titus Flavius den Feldzug gegen die Aufständischen fort, die die Legionen Thars aus ihrem Land vertreiben wollten. Durch ein äußerst großzügiges Verhalten des tharinischen Feldherren gelang es schließlich, die Unruhen niederzuschlagen. Die verbleibenden Aufständischen zogen sich in die Felsenfestung Masada zurück, wo sie aus Verzweiflung mitsamt ihren Familien im Jahr 826 Selbstmord begingen. Titus kehrte im Triumph nach Thar zurück.
Vespasian ließ in der Zwischenzeit die Steuergesetze des Reiches vereinheitlichen, um zukünftige Ausbeutungen durch gierige Statthalter auszuschließen. 825 wurde der Grundstein zum flavischen Amphitheater, dem Colosseum, gelegt. Weitere öffentliche Baumaßnahmen stärkten dabei die Wirtschaft der Hauptstadt, die unter der katastrophalen Wirtschaftspolitik von Nerovius stark gelitten hatte.
827 drangen erneut elbische Truppen in Armenia und Babylonia ein und es kam erneut zum Aufeinandertreffen mit den Legionen Thars. Wieder bewiesen die Elfen ihre Kriegskunst und Titus Flavius verlegt sich auf Verhandlungen mit den elbischen Anführern.
Im Jahr 828 besuchte in diesem Zusammenhang die elbische Königin Lyliana mit ihrem gesamten Hofstaat Thar und erobert durch ihren Liebreiz die Herzen der Thariner im Sturm. Bei Gesprächen mit dem greisen Kaiser wurden die Gemeinsamkeiten der beiden Reiche herausgearbeitet und eine elbische Botschaft eingerichtet.
832 zog sich Vespasian nach dem Tod seiner Tochter von den Regierungsgeschäften zurück und übergab kurz darauf die Kaiserwürde an seinen Sohn. Vespasian verstarb wenige Wochen später auf seinem Landsitz und hinterließ seinem Nachfolger ein geordnetes Staatswesen.


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Titus Flavius: 832 bis 844


Titus Flavius setzte unbeirrt die Reformpolitik seines Vaters fort. Der Beginn seiner Regierungszeit war jedoch von schlechten Omen überschattet. Kurz nach der Einweihung des Colosseums brach in Thar eine Pestilenz aus. Einer Gruppe von Abenteurern gelang der Nachweis, dass ein nekromantischer Kult aus Carpathia die Seuche verursacht hatte. Titus Flavius gründete daraufhin die Schattendrachen, Geheimagenten, die solche Bedrohungen des Reiches in Zukunft rechtzeitig aufdecken sollten.
Auf Bestreben des Kaisers wurde ebenfalls im Norden ein Feldzug gegen Hibernia geführt, da die dort angesiedelten Stämme immer wieder an den Küsten Bretonias eingefallen waren. Im Osten des Reiches drangen untote Horden nach Marcia vor und Titus führte selbst die Legionen siegreich gegen diese Bedrohung.
Zurückgekehrt nach Thar erlässt Titus Sozialgesetze und führte in Thar eine Armenspeisung ein. Der Senat und das Volk ernennen ihn daraufhin zum ‚guten Menschen‘. Als es 842 in Raetia Danuvia zum Aufstand der Legionen unter dem Feldherrn Saturninus kam, reiste Titus erneut nach Norden. Kurz nach Niederschlagung des Aufstandes, bei dem die X. Legion treu zu ihrem Kaiser stand, fielen erneut untote Heere aus Carpathia ins Reich ein. Bei einer Schlacht nördlich des Danuvius fiel der Kaiser, der soviel für sein Volk erreicht hatte, an der Spitze seiner Legionäre.


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Domiticus Flavius: 844 bis 847


Der Senat berief nach kurzer Beratung den Bruder des Titus, Domiticus zum zehnten Kaiser von Thar. Man hoffte, dass dieser die weise Politik seiner Familie fortführen würde. Dies erwies sich jedoch alsbald als Trugschluss.
Als der Pontifex Maximus des Draco Aeternum überraschend verstarb, bestach Domiticus einige der Wahlpriester, damit diese ihn zum Nachfolger wählten. Kaum in das Amt eingeführt verkündete der Kaiser die Zusammenführung der beiden Ämter und ernannte sich zum „Imperator Draco Maximus", dem Stellvertreter des Ewigen Drachen auf Erden.
Dies war jedoch nur der Beginn der Zeit, die als ‚der Wahnsinn des Domiticus‘ in die tharinische Geschichtsschreibung Einzug halten sollte. Regierungsbeamte und Priester, angeführt vom Consul Acilius Glabro, die gegen die Ämterunion Einspruch einlegten, wurden vom Kaiser gezwungen, in der Arena gegen geschulte Gladiatoren zu kämpfen. Keiner überlebte diese Zurschaustellung kaiserlicher Gewalt. Währenddessen drangen erneut Untote über den Danuvius und schlugen die Legionen an der Grenze.
Der Kaiser selbst befasste sich mehr mit seiner Gewaltherrschaft als mit der untoten Bedrohung. Die von seinem Bruder gegründeten Schattendrachen wuden geächtet, alle Paladinorden des Ewigen Drachens aus Thar verbannt. Dann wurden alle Nichtmenschen vom tharinischen Bürgerrecht ausgeschlossen und in die Sklaverei verbannt. Die elbische Botschaft wurde im Zuge dieser Maßnahme von dem Kaiser ergebenen Prätorianern niedergebrannt.
Kurz danach brach in Thar erneut eine Pestilenz aus, die von keinem Priester geheilt werden konnte. Als Domiticus sein eigenes Standbild im Tempel des Ewigen Drachen auf dem Palatin einweihen wollte, wurde er bei der Enthüllung der Statue von einem Blitz erschlagen. Am nächsten Tag war die Pest aus Thar verschwunden.


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Nerva: 847 bis 851


Erneut sind es die Nordlegionen, die ihren Feldherrn zum Herrscher ausrufen. Nerva marschierte, bevor er nach Thar reiste, nach Achaia um die dort eingedrungenen Untoten Horden wieder über den Danuvius zurückzutreiben. Unterstützt wurde er dabei von Schattendrachen und Elben, die sich unter seinen Schutz begeben hatten. Als Statthalter und Feldherrn beruft Nerva den jungen Trajan, der sich im Kampf besonders ausgezeichnet hatte.
Der Kaiser selbst begab sich nun nach Thar, um auch in der Stadt die Ordnung wieder herzustellen. Mit der Lex Nerva wurde auf ewig die Ämtertrennung zwischen dem Imperator und dem Pontifex Maximus niedergelegt. Jegliches Vergehen gegen dieses Gesetz sollte sofort zur Reichsacht führen. Großzügige Geschenke wurden nach Elbios gesandt, um die Untaten gegen die Botschaft zu sühnen. Gleichzeitig ersuchte Nerva die Elben um Waffenhilfe gegen die untote Bedrohung aus Carpathia.
849 trafen die ersten elbischen Verbände in Macedonia ein und schlossen sich den Legionen unter Trajan an. Mit ihrer Hilfe gelang es dem tharinischen Feldherren, die letzten Untoten über den Danuvius zu drängen und den Frieden in den tharinischen Provinzen wieder herzustellen. Nerva adoptierte ihn daraufhin als seinen Sohn und ernannte ihn zu seinem Nachfolger.


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Trajan: 851 bis 870


Als Nerva 851 starb, trat Trajan seine Nachfolge an und legte in einem Gesetz fest, dass in Zukunft nur die fähigsten Führer Thars zum Kaiser ernannt werden sollten. Nie wieder sollten Familienbande allein die Grundlage der Herrschaft sein.
Während tharinische Händler im fernen Ponthus Handelsniederlassungen gründeten, die bald zu einer eigenen Provinz führten, kommandierte Trajan die verbündeten Truppen aus Thar und Elbios in einen Kreuzzug gegen die Untoten.
Ein junger Tribun namens Hadrian entdeckte in den carpathischen Bergen ein gewaltiges Grabmal eines Untotenfürsten. Auf der Ebene von Zegetusa kam es mittlerweile zu einer schicksalhaften Schlacht zwischen den alliierten Verbänden und den Skeletthorden aus den Bergen. Zum Entsetzen der Legionäre erhoben sich sogar die eigenen Gefallenen, um auf Seiten des Gegners weiter zu fechten. Die Niederlage der tapfer kämpfenden Legionen schien unausweichlich.
In der Zwischenzeit drang die kleine Truppe aus Schattendrachen unter der Führung Hadrians in das Grabmal vor und es gelang ihnen, den lebenden Leichnam des Szarphaxos zu besiegen. Damit endete die Untotengefahr in Carpathia und dieses wurde zur tharinischen Provinz. Um die unheilige Erde zu reinigen, gründete Trajan 860 mehrere Klöster und Tempel des Ewigen Drachen und erteilte den Paladinorden des Reiches den Befehl zur Ewigen Wache in Zegetusa.
Trajan kehrte daraufhin nach Thar zurück, um in einem gewaltigen Triumphzug die Erfolge der Elben und Thariner zu feiern. Mitten während dieser Festlichkeiten erreicht die Kunde vom Tod der elbischen Königin die Hauptstadt und die verbündeten Truppen kehrten daraufhin in ihre Heimat zurück.
862 begann ein Erbfolgekrieg in Elbios und die Schattendrachen verhinderten einen Anschlag auf das Leben Trajans. Die Spuren verwiesen dabei elbische Attentäter. Einige elbische Adlige verurteilten die Beziehungen zu den menschlichen Reichen und versuchten, die junge Thronfolgerin Juvelia zu stürzen. Diese wandte sich daraufhin mit einem Hilfeersuchen an den Kaiser, der daraufhin an der Spitze seiner Legionen aufbrach, um der jungen Regentin zur Hilfe zu eilen. Kurz zuvor adoptierte er jedoch den jungen Tribunen Hadrian, der seine Tapferkeit im persönlichen Kampf gegen die Untoten bewiesen hatte und setzte ihn als seinen zukünftigen Nachfolger ein.
Im Jahr 870 kam es nach 4 Jahren Krieg tief in den Herzlanden Elbios zur entscheidenden Schlacht, bei der die aufständischen Adligen unterlagen. Diese erkannten daraufhin Juvelia als die rechtmäßige Königin an. Trajan, der bei der Schlacht tödlich verwundet worden war, stirbt in Crysalion und wird von der dankbaren jungen Herrscherin in einem gewaltigen Grabmal in Gestalt eine Platindrachen beigesetzt.


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Hadrian: 870 bis 891


Hadrian trat als dreizehnter Kaiser von Thar die Herrschaft an und begann, das Pantheon zu errichten, einen Tempel für alle guten Götter der Welt. Bei der Einweihung 871 erschien die Elbenkönigin Juvelia in Thar und bat bei Hadrian um die Aufnahme des Königreiches von Elbios in das Imperium.
Der Senat und das Volk von Thar legten daraufhin in einem Gesetz fest, dass die Herrschaft über die Provinz immer in den Händen einer Königin der Elben liegen sollte und es keinem Thariner gestattet sein würde, dort zu herrschen. Weiterhin erhielt die Provinz eine einzigartige Selbständigkeit und wurde vom tharinischen Reichsdienst befreit. Als Gegenleistung verpflichteten sich die Elben, Bogenschützen für die Legionen zu stellen.
Zusammen mit der Elbenkönigin erklärte Hadrian die „Pax Tharinia", den ewigen Frieden im Reich und schloss die Tore des Janustempels. In Bretonia leitete er zur Absicherung der Provinz den Bau des Hadrianswalls ein. Während Juvelia nach Osten zurückkehrte, brach Hadrian 873 zu einer Rundreise durch das gesamte Reich auf, um sich von dessem Zustand zu vergegenwärtigen.
Als er nach sechs langen Jahren im Jahr 879 nach Thar zurückkehrte, begann er damit, die Gesetze und die Verfassung des Reiches grundlegend zu überarbeiten, um sie den Gegebenheiten der vielen Völker des Reiches anzupassen. Das Städte- und Gemeindewesen wurde reformiert und jeder Stadt wurde ein Senat zugewiesen. Der Senat von Thar wurde auf 1.200 Senatoren aufgestockt, die zudem noch mit 1.200 Repräsentanten der Provinzen verstärkt wurden. Diese sollten die Gesetzgebung des Reiches überwachen und der vielfältigen unterschiedlichen Bedürfnisse der im Reich lebenden Völker Respekt zollen.
In den folgenden 10 Jahren erwies sich eine junge tharinische Diplomatin als wertvolle Stütze für den Kaiser. Dieser trat daraufhin vor den Senat mit der Bitte, in Zukunft auch für Frauen das Regierungsamt zu öffnen. Als er als glorreiches Beispiel die weisen Königinnen der Elben anführte, gab sich der Senat geschlagen und stimmte der Adoption Antonia Pias durch Hadrian zu.
891 schloss der große Held und Friedenskaiser in seiner Villa für immer die Augen und Antonia trat als vierzehnte Kaiserin von Thar in seine Fußstapfen.


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Antonia Pia: 891 bis 914


Zur Überraschung des Senats begann die Herrscherin als erste Maßnahme ihrer Herrschaft mit einer Reformation des Militär. Dabei wurde die Truppenstärke einer jeden Legion auf 10.000 Soldaten festgelegt und 50 feste Legionsstützpunkte im Reich verteilt. Jeder Legionär in diesen Einheiten musste sich für eine Dienstzeit von mindestens 4 Jahre als Berufssoldat verpflichten und hatte nach Ablauf von 5 vollständigen Dienstzeiten Anspruch auf die Zuteilung eines Stück Landes in den Provinzen. Die Wehrpflicht wurde nicht angetastet, jedoch auf den Dienst in den Provinzmilizen beschränkt. Zusätzlich wurde sie dadurch erweitert, dass auch soziale Dienste in Hospitälern oder Verwaltungsdienste mit zweijähriger Dauer das tharinische Bürgerrecht gewährten. Lediglich verheiratete und schwangere jungen Frauen wurden von dieser Dienstzeit befreit, worauf sich die Geburtsrate im gesamten Reich sprunghaft erhöhte. Weiterhin verbot die Lex Antonia die Öffnung der Tore des Janustempels außer zur Verteidigung des Reiches. Die von Hadrian eingeführte „Pax Tharinia" wurde noch einmal als ewiger Frieden bekräftigt um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Als nächstes verschaffte sich die Kaiserin den Respekt und die Bewunderung des Senates, als sie in Thar die erste Börse eröffnete sowie die Mercurius-Tempels des Reiches als Bankinstitute einsetzte. Damit war es jedem Bürger möglich, auch ohne Barmittel zu reisen und doch jederzeit Zugriff auf sein Vermögen zu haben. Die Wirtschaft des Reiches erblühte in vorher ungeahntem Maße und überall priesen die Menschen die weise Herrschaft ihrer Imperatrix.
Dieser fiel bei der Besichtigung der tharinischen Universität ein junger Student der Wissenschaften auf, der sich durch seine ausgesprochene Wahrheitsliebe bei seinen Mitstudenten und Professoren einen Namen gemacht hatte. Die Kaiserin nahm den jungen Marcus Aureus unter ihre Fittiche und adoptierte diesen 913 als ihren Sohn und Nachfolger, um den Traditionen der letzten Kaiser zu folgen.
Als Antonia Pia im Jahr 914 nach einem Schlaganfall starb, trauerte das gesamte Reich um die weise Herrscherin und in Thar wurden volle sechs Wochen lang Trauerprozessionen abgehalten.


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Marcus Aureus: 914 bis 950


Kaum hatte der junge Student der Philosophie als fünfzehnter Kaiser Thars die schwere Bürde der Herrschaft übernommen, drangen Barbaren über den Rhenus vor, brandschatzten Colonia Agrippina und belagerten sogar Augusta Trevorum. Marcus Aureus rief den Bello Defendo aus und eilte nach Norden, um die Legionen zu sammeln. Von den Legaten als Nichtsoldat belächelt erwies sich der junge Herrscher jedoch als geborener Feldherr. Mit geschickten tatkischen Manövern gelang es ihm, die orcischen Truppen in eine Falle zu locken und einen Stamm nach dem anderen zu vernichten. In einem vierjährigen Krieg gelang es ihm dabei bis 918 die Orcs wieder zurückzudrängen und die nördlichen Provinzen zu befrieden.
Als er im Jahr 919 nach Thar zurückkehrte, erreichten erneut schlechte Nachrichten die Hauptstadt. In Egyptos war es einem Heer aus Ethiopia, angeführt von Nekromanten, gelungen, bis nach Luxor vorzudringen. Schattendrachen entdeckten, dass die Wasser des Nilus mit einer Droge versehen worden waren, welches die Bevölkerung Egyptos nahezu willenlos werden ließ. Daraufhin blieben die Tore des Janus-Tempels in Thar geöffnet und der Feldherr Rufius Claudius Hybrida wurde mit der XVII. Legion ausgesandt, um die Bedrohung abzuwenden.
In Luxor eingetroffen zeigte der tharinische Feldherr ein energisches und brutales Vorgehen. In einem Überraschungsangriff überwand er die Stadtmauern und drang in die Straßen Luxors ein. Dabei nahmen die Soldaten auf seinen Befehl keinerlei Rücksicht auf die zivile Bevölkerung, die sich unter der Wirkung der Droge den Legionären in den Weg stellten. Hybrida brachte dieses Vorgehen den Beinamen ‚der Schlächter‘ ein. Die Verursacher der zivilen Unruhen, die Agenten der ethiopischen Nekromanten, flohen den Nilus hinauf, während der Feldherr damit begann, die Ordnung in der Provinz wieder herzustellen.
Dem Reich blieb jedoch keine Atempause. In Bretonia stürmte eine Picteninvasion über den Hadrianswall bis nach Londinium, wo der Feldherr Aemilianus Paulus mit der V. Legion die schlimmste Niederlage seit dem Aufstand der Boudicca gerade noch verhindern konnte. Während auf der Nebelinsel weiterhin blutrünstige Kämpfe tobten, marschierte Hybrida 923 an der Spitze von drei Legionen den Nilus hinauf, um der Bedrohung aus Ethiopia ein für alle Mal zu begegnen.
Dann drangen 925 erneut Orcs über den Danuvius in das Gebiet des Reiches ein. Fast ganz Raetia Danuvia und Teile Noricas wurden überrannt, bevor der sich auf Inspektionsreise befindliche Senator Gaius Junianus Brutus nach dem Tod des dort führenden tharinischen Generals das Kommando über die Legionen übernahm und den bedrängten Städten zu Hilfe eilen konnte. In den folgenden drei Jahren gelang es allen drei Feldherren, ihre Feldzüge erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Im Jahr 928 kam es dann zu drei Triumphzügen in Thar und die Tore des Janus-Tempels konnten endlich wieder geschlossen werden.
Der Kaiser verstärkte daraufhin in den folgenden Jahren seine Anstrengungen, die Grenzen endgültig abzusichern. Während Hybrida für fünf Jahre Procurator von Egyptia wurde, übernahm Paulus das Kommando über die Nordlegionen. Gaius Junianus Brutus kehrte zurück nach Thar und nahm seinen Platz im Senat wieder ein. In all den Jahren war der Familie des Imperators Zuwachs beschert worden. Marcus Aureus wurden von seiner Frau Julia drei Kindern geboren, sein erster Sohn Tullius (915), die Tochter Lucilla (919) und sein zweiter Sohn Commodus (924).
In dieser kurzen Friedensphase gelang der tharinischen Wirtschaft trotz der verstärkten Militäranstrenungen eine schnelle Erholung. Dies wurde vom Kaiser beschleunigt, der mit Hilfe von Spenden und aus seiner Privatschatulle große öffentliche Bauvorhaben startete. Um die große Nachfrage an Offizieren zu befriedigen, ernannte der Marcus Aureus 935 den General Aemilius Paulus zum Kommandanten der frisch gegründeten Militärakademie von Thar.
Kurz nach der Hochzeit seines ältesten Sohnes, Tullius Aureus, mit der reichen Senatorentochter Selonia Flavia Delmatica im Jahr 938 drangen erneut barbarische Horden auf das Reichsgebiet vor. In Armenia wurden die lokalen Milizverbände von dem Ansturm überwältigt und der junge Tullius erhielt zusammen mit seinem Schwager, Lucius Verus, das Kommando über die XV. Legion. Kaum angekommen wurden die tharinischen Truppen in schwere Kämpfe verstrickt. Mittlerweile sorgte Commodus für einen Skandal, indem er, der Sohn des Imperators, öffentlich in der Arena als Gladiator auftrat (940).
Im darauf folgenden Jahr wurde die Familie des Kaisers von einem schweren Schicksalsschlag getroffen. Tullius und Lucius kamen bei der Schlacht um Lemuria ums Leben. Während der vernichtenden tharinischen Niederlage gelang dem Halblingskoch Marcus Druvius im letzten Moment, die XV. Legion vor dem Untergang zu bewahren und er erhielt dafür die Graskrone als höchste militärische Auszeichnung verliehen. Erst als Verstärkungen aus den Nachbarprovinzen eintrafen, gelang es die eingefallenen Scythen wieder über die Grenze zu treiben und die Grenze provisorisch zu sichern.
Wiederum erwies sich der Frieden als kurzlebig und die Tore des Janustempels konnten erneut nur kurzzeitig geschlossen werden. Außerdem wurde diese kurze Periode der Ruhe vom Tod der Kaiserin Julia überschattet, die sich nie vom Verlust ihres Erstgeborenen erholt hatte. Als Kundschafter von einem grün leuchtenden Meteor berichteten, der in Orcia eingeschlagen war, zeichnete sich immer mehr ab, dass finstere Bedrohungen die Barbaren aus ihren angestammten Gebiet vertrieben und in das Reich einfallen ließen. 942 kam es zu einem Überfall einer rattenartigen Armee auf Castra Trevorum, die nur knapp zurückgeschlagen werden konnte. Dadurch wurde der ortsansässige Kommandant Marcus Junianus Vinicius im ganzen Reich bekannt. Weitere Untersuchungen von Agenten der Schattendrachen im Anschluss dieser Vorkommnisse entdeckten ein unterirdisches Volk von Dunkelelben, eine bis dahin unbekannte Bedrohung für das Imperium.
Um den Unruhen an der nördlichen Grenze zu begegnen, rief Marcus Aureus erneut die Legionen ins Feld. Als er nach Norica aufbrach, hinterließ er Commodus als seinen Stellvertreter die Regierungsgeschäfte in Thar. Zusammen mit dem Befehlshaber der Nordlegionen, Maximus Decimus Meridius machte sich der Kaiser daran, einen Feldzug in die Tiefen Orcias durchzuführen.
Während seiner Abwesenheit aus Thar erschien in mehreren Städten des Reiches ein neuer Kult, die Priester des ‚Lebendigen Gottes‘. Durch großzügige Armenspeisungen und fürsorgliche Betreuung von Kranken und Sterbenden verbreitete sich diese neue Religion schnell unter den Ärmsten der Armen und gewann erstaunlich viele Anhänger in den untersten Schichten. Die Priester, welche selbst gesichtslose Masken trugen, predigten dabei fortwährend von Güte und Frieden.
In den folgenden 8 Jahren drangen die Legionen auf ihrem Feldzug weit in orcisches Gebiet ein und es gelang ihnen, eine gewaltige Armee von Orcs und Rattenmenschen zu vernichten. Die verderbte Siedlung der rattenartigen Geschöpfe, die bei der Einschlagstelle des Meteors entstanden war, wurde von den Legionären dem Erdboden gleichgemacht, die verbliebenen grün leuchtenden Splitter des seltsamen Steins auf Anraten der Priester des Ewigen Drachen mit Hilfe von Magiern der kaiserlichen Akademie vernichtet.
Marcus Aureus kehrte daraufhin mit seinen siegreichen aber erschöpften Legionen nach Vindicorum zurück, brach Commodus nach Norden auf, um seinen Vater im Triumph zurück nach Thar zu geleiten. Während sich sein Sohn jedoch als zukünftiger Kaiser des Reiches sieht, haben den gealterten Marcus Aureus während des langjährigen Feldzuges Zweifel über den weiteren Weg in die Zukunft des Reiches befallen. Und so verdichten sie weiterhin die bösen Omen, die von der Sibylle einst vorhergesagt worden waren.

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Geschichte des Reiches

Imperium Tharinum Wyrmdale