Imperium Tharinum

Die Vorgeschichte
Wie Alles begann...
Dr. Barnabas Theophrastus Bombastus Perlucidus

Dr. Barnabas besitzt ein kleines Alchemielabor in Vindicorum und bestreitet seinen Lebensunterhalt vornehmlich mit der Herstellung und dem Vertrieb von alchemistischen Tränken.
Nach der Rückkehr des Kaisers mit seinen Legionen vom achtjährigen Feldzug gegen die Orcs und Rattenmenschen erlebt sein Geschäft einen gewaltigen Aufschwung, da die ortsansässigen Tempel zur Versorgung der Verwundeten zusätzliche Tinkturen und Tränke benötigen. Innerhalb mehrerer Tage konnte der fleißige Alchemist ein kleines Vermögen verdienen und hat in der Provinzhauptstadt zusätzliche Vorräte bestellt.
Diese werden am 19. August des Jahres 950 von dem Postboten Publius Lentulus zugestellt und dieser zieht nach einer kurzen Unterhaltung mit Barnabas weiter, um zusätzliche Pakete auszuliefern. Zu spät bemerkt der Alchemist, dass ein kleines Paket zuviel abgestellt worden ist. Neugierig öffnete er dieses um den Inhalt näher zu inspizieren und die richtige Adresse herauszufinden, die außen am Päckchen fehlt.
Zu seiner Überraschung findet er ein reich verziertes Kästchen aus Ebenholz, unzweifelhaft elbischen Ursprungs und einen Brief, der an einen „C“ adressiert ist. Nach dem Öffnen verbreitet sich ein starker, apfelartiger Geruch, der offenbar, trotz der sorgfältigen Versiegelung, von drei Kristallphiolen entspringt, die mit einer grünlichen Flüssigkeit gefüllt sind. Barnabas beschließt, dieses Paket zur Mittagsstunde an die Poststation zurück zu bringen.
Bevor es jedoch dazu kommen kann, taucht der Statthalter der Provinz Noricum, Publius Sempronius Piso, in dem kleinen Alchemielabor auf und erkundigt sich, ob versehentlich ein Päckchen abgegeben worden sei. Natürlich wird dies von unserem ehrlichen Handwerksmeister bejaht und umgehend ausgehändigt. Der Statthalter erkennt, dass das Paket geöffnet worden war, geht jedoch nicht weiter darauf ein, bedankt und verabschiedet sich.
Barnabas macht sich gegen Mittag auf zum Marktplatz auf, wo gerade Commodus mit der Prätorianergarde eintrifft, um seinen Vater Marcus Aureus persönlich abzuholen. Barnabas beobachtet das Spektakel, dass in der ohnehin schon überfüllten Garnisonsstadt Vindicorum einiges an Aufsehen erregt. Kurz darauf kehrt er in sein Labor zurück, um weiter zu arbeiten.
Nach der Rückkehr fällt ihm auf, dass an der Stelle, wo er zuvor das kleine Päckchen abgestellt hatte, eine tote Maus liegt. Noch während er den Tod des armen Tieres und seine Ursachen dafür untersucht, wird er niedergeschlagen und erwacht nach einiger Zeit in einer Zelle unter dem Amphitheater der Stadt.

Caleb Leichtfuss

Caleb verbringt seine Jugend in einem kleinen Dorf am Rande der Alpen in der Nähe von Glabro Magnus. Als sein magisches Talent vom ortsansässigen Magistrat registriert worden war, wird er mit nur 15 Jahren nach Thar zur großen Akademie gesandt. In seiner zehnjährigen Ausbildung wird sein besonderes Talent für Beschwörungen erkannt und er erhält eine Schulung zum Paktmagier. In dieser Zeit entwickelte sich auch seine Freundschaft zu seinem Eidolon Scupio.
Nach dem Ablegen der finalen Prüfung will Caleb erst einmal in sein Heimatdorf zurückkehren, wird aber zuvor noch als Begleitung des Zuges von Commodus nach Vindicorum dienstverpflichtet. Darüber nicht gerade erfreut, meldet sich der junge Halbling am nächsten Tag beim zuständigen Magier der Eskorte, Livius Petrullus.
Auf der weitgehend erfolglosen Reise, unterbrochen von kurzen Aufenthalten in verschiedenen wichtigen Städten, lernt Caleb nicht nur den Präfekten der Prätorianergarde, Quintus Cornelius Lupus, sondern auch die Tochter des Kaisers Lucilla Verus und ihren Sohn Lucius kennen. Auf Drängen des jungen Enkels des Kaisers entwickelt dieser ein freundschaftliches Verhältnis zu dem gleich großen Magier und ist von dessem Eidolon fasziniert.
Als Caleb bei einer seiner Wachen einen kostbaren Dolch findet, gibt er diesem dem Eigentümer, den Präfekten der Prätorianer zurück und erhält eine kleine Belohnung, während sich sein Verhältnis mit seinem Vorgesetzten nicht so gut entwickelt.
Kurz vor dem Erreichen von Vindicorum entdeckt Caleb nach einem Gespräch mit dem den Zug begleitenden Priester des Lebendigen Gottes erneut ein seltsames Messer und möchte dieses am nächsten Tag zurückgeben. Der Priester bestreitet jedoch, dessen Eigentümer zu sein und so packt Caleb es in seinen Rucksack und denkt nicht weiter darüber nach. Von seinem Vorgesetzten nach der Ankunft in der Garnisonsstadt entlassen, beschließt der junge Mann erst einmal, sich in der örtlichen Taverne „Zum Grünen Drachen“ auszuruhen, bevor er am nächsten Tag zu seinem Heimatdorf aufbricht, das er so lange nicht gesehen hat.
Als er sich zum Schlafen niederlegt, ahnt er nicht, dass sein Erwachen am nächsten Tag nicht nur an einem äußerst unerfreulichen Ort sein würde, sondern auch noch mit ziemlichen Kopfschmerzen verbunden ist.

Drusilla Ancilla Maximae Obstrusae

Geboren im Herzen Elbios fühlt die junge Elbe sich früh schon zu den mystischen Künsten hingezogen und etwickelt bald eine Vorliebe zur Hexerei. Da in Elbios keine Beschränkungen in dieser Hinsicht gelten und aufgrund der speziellen Verträge auch die kaiserliche Inquisition nicht tätig wird, wurden ihren Studien auch keinerlei Steine in den Weg gelegt. In die Hauptstadt begibt sich Drusilla nur selten und verbringt die meiste Zeit in ihrem Hain. Schon bald entwickelt sie auch eine Vorliebe zur tharinischen Göttin Diana, die in Elbios sehr oft von Waldläufern und Druiden angebetet wird.
Während die Gerüchte über die Unruhen im Norden des Reiches die ferne Provinz im Osten kaum erreichen, wird der Schlaf der jungen Hexe immer öfters von beunruhigenden Träumen geplagt. Immer wieder erscheinen ihr unbekannte Personen, ein seltsames Holzkästchen elbischen Ursprungs mit einem silbernen Messer und Vorahnungen eines kommenden Übels. Schlussendlich kristallisiert sich heraus, dass die Göttin sie ruft, ihr Heiligtum in Vindicorum aufzusuchen.
Sofort macht sich Drusilla auf den Weg, ohne auf ihre fehlende Magielizenz Rücksicht zu nehmen. Nach monatelanger Reise kommt sie schlussendlich in Vindicorum an, immer noch heimgesucht von ihren Träumen. Bald darauf wird sie von der Vettel des ortsansässigen Hexenzirkels kontaktiert, die sich als niemand anderes als die Hohepriesterin des großen Tempels der Diana, Livia Delmatica, herausstellt.
Von ihr erhält die junge Hexe den Auftrag, sich auf Anweisung der Göttin als illegale Magierin der Inquisition zu stellen und sich verhaften zu lassen. Da Drusilla dem Ratschluss ihrer Göttin vertraut, folgt sie den Anweisungen der Hohepriesterin ohne viel Bedenken.
Eingesperrt im Kerker unter dem Amphitheater der Stadt kann sie verfolgen, wie die Personen aus ihren Träumen nacheinander bewusstlos in die Zelle gebracht und angekettet werden. Nun weiß sie, dass sie an ihrem Ziel angekommen ist und wartet geduldig darauf, dass die ohnmächtigen Gefangenen nacheinander wieder zu Bewusstsein kommen.

Titus Aurius

Eine ortsansässigen Silberschmiedin von Vindicorum mit Namen Silvana Aurius verliebte sich in einen elbischen Bogenschützen der XI. Legion Draco Gemina. Als Ergebnis dieser Beziehung wurde 926 der kleine Titus geboren, während sein Vater kurz darauf in seine Heimat nach Elbios zurückkehrt.
Titus wächst als der ganze Stolz seiner Mutter zu einem stattlichen jungen Mann heran, der sich schon alsbald berufen fühlt, den Pfad eines tharinischen Inquisitors zu ergreifen. Silvana als aufrechte Tharinerin war hocherfreut über die Wahl ihres Sohnes, konnte jedoch bei seinem Eintritt in die örtliche Klosterschule des Ewigen Drachen ihre Tränen kaum zurückhalten.
Schon bald zeichnet sich der Junge nicht nur durch seine Fechtkünste sondern auch durch einen starken Gerechtigkeitssinn aus und wird von seinen Lehrern bestärkt, diesen Pfad weiter zu folgen. Als der Kaiser von seinem Feldzug zurückkehrte erhält der junge Inquisitor von seinem Vorgesetzten Flavius Drusus Numidicus, den Befehl, sich in der Präfektur beim obersten Inquisitor des Reiches, Paulus Lepidus Gillo zu melden.
Überrascht von dieser hohen Ehre machte sich Titus in seiner besten Uniform auf, pünktlich in der Präfektur einzutreffen. Aufgehalten auf seinem Weg wird er vom Einzug des kaiserlichen Sohnes Commodus, der seinen Vater nach Thar zurückholen will. Trotzdem schafft er es mit Hilfe seines Befehles an den Prätorianerwachen vorbeizukommen und sich rechtzeitig bei seinem obersten Vorgesetzten zu melden. Dieser teilt ihm mit, dass er als seine persönliche Wache zu einem privaten Treffen am Abend wieder in der Präfektur einfinden soll.
Zur Überraschung des jungen Inquisitors ist der einzige Gesprächsteilnehmer der Kaiser höchstpersönlich. Etwas beklommen nimmt er seinen Posten vor der Tür des Schlafgemachs ein, in dem die Unterhaltung stattfindet. Seine Aufgabe ist es, zu verhindern, dass jemand die vertrauliche Unterredung belauschen kann. Bald darauf entdeckt er jedoch ein verschobenes Wandmosaik und eine dahinter verborgene Geheimtür. Als er die finstere Nische näher in Augenschein nehmen will, hört er noch eine Bewegung und wird dann von einer seltsamen Gestalt auf Seite gestoßen. Umgehend nimmt er die Verfolgung auf, dabei die im Hauptgang stationierten Prätorianerwachen alarmierend. Während diese einer falschen Spur nachjagen, bemerkt Titus eine weitere Geheimtür. Er folgt dem verborgenen Gang in eine andere Zimmerflucht und kann noch einen Gesprächsfetzen erhaschen, bevor er von einer als Priester des Lebendigen Gottes verkleideten Gestalt niedergeschlagen wird.
Als er wieder zu Bewusstsein kommt, befindet er sich in einer Kerkerzelle unter dem Amphitheater und fühlt den Blick einer Elbin auf sich ruhen.

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